Scaphoid-Fraktur zum Jahresanfang
2010-01-15
8.Platz Rostocker-Triathlon
2009-09-13
5.Platz Sternberger-Triathlon
2009-08-20
Erste Olympische in Berlin - 3.Platz
2009-08-08

Scaphoid-Fraktur zum Jahresanfang
2010-01-15

Die Neujahrswünsche verlierten dieses Jahr anscheinend schon um 0:15 Uhr am 1.1. ihre Wirkung. Gerade im neuen Jahr angekommen, übersah ich auf dem Weg zum Auto eine Parkplatzabspeerung und fiel über den gespannten Draht. Noch voller Adrenalin im Blut, dachte ich mir, das es schon nicht so schlimm ist. Um 7 Uhr morgens entschied ich mich dank der Schmerzen doch für den Weg ins Krankenhaus. Diagnose: Scaphoid-Fraktur (Kahnbein, ein Knochen in der Hand) und Operation am 12.1..
Diese stand nun am Dienstag dieser Woche auf dem Plan und ich machte mich am Montag zur Voruntersuchung auf den Weg ins Krankenhaus. Die 7 Stunden Wartezeit an diesem Tag stellten sich im Nachhinein als wenig herraus. Am Dienstag war dann der große Tag. Zu 9 Uhr kam ich in die Klinik und gleich wurde mir klar: Das kann dauern. Die Wetterbedingungen trugen ihr übriges dazu bei, das die Station total überfüllt war und einige sogar auf dem Flur schlafen mussten. Glücklicherweise bekam ich gegen Mittag ein 3-Bett Zimmer zugewiesen und konnte mich auf die OP vorbereiten. 14 Uhr war das Team bereit und ich wurde in den OP-Saal geschoben. Das denke ich jedenfalls. Ich weiß nur noch was von dem Vorraum, einer Maske und das nächste ist der Aufwachraum. Vollnakose sei Dank. Wieder im Zimmer angekommen war ich weiterhin ein bisschen benommen und lenkte mich mit fernsehgucken ab. Die beiden Mitbewohner wurden ebenfalls noch operiert und so kam es das ich bis 0 Uhr wach war. Danach versuchte ich zu schlafen. Es blieb bei dem Versuch. Ganze 2 Stunden schaffte ich und danach war es vorbei. Anscheinend war der Schmerz doch zu doll. Am nächsten Tag die übliche Visite bei der mir eine weitere Nacht im Hotel-Uni-Klinikum aufgedrängt wurde und meine Stimmung war sehr gedämpft. Schmerztabletten und Arbeitslosenfernsehen bestimmten meinen Tag und ich war glücklich zu den wenigen Menschen auf der Station zu gehören die ihre Beine voll benutzen konnten. So spazierte ich durch das ganze Krankenhaus und schaffte es sogar bis zu dem Bäcker eine Straße weiter. Wenigstens einmal was ordentliches Essen. In der Folgenacht verging mir der Appetit sehr schnell und nach erneuten 2h Schlaf wachte ich um 1 Uhr mit Übelkeit auf und war glücklich nicht auf den Boden, sondern in eine Schüssel gespuckt zu haben. Den Rest der Nacht verbrachte ich aufrecht und wach im Bett. Meine einzige Hoffnung: Die Visite am Morgen. In dieser wurde zum Glück und vielleicht auch durch mein zu reden und den Arzt der bei uns im Verein ist beschlossen, dass ich nach Hause kann. Mir fiel ein riesen Stein vom Herzen und ich war noch nie so glücklich nach Hause zu dürfen. Vorher noch kurz zum Gipser, der wirklich sehr lustig drauf ist und jedem Patienten ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Danach hieß es: Ab nach Hause!
Die erste Nacht im heimischen Bett glich einer Erlösung: 14 Stunden Schlaf und das durchgängig. Ich bin sehr glücklich wieder zu Hause zu sein, auch wenn die nächsten Wochen noch ein bisschen problematisch werden. Die nächsten 10 Wochen werde ich nicht Schwimmen dürfen, Radfahren nur auf der Rolle und ab wann ich mit dem Gips laufen darf, steht noch in den Sternen. In 6 Wochen bin ich dann den Gips los und hoffe alles ist wieder Fit und ich kann mich wieder voll auf den Sport konzentrieren. Für die nächsten 6 Wochen: Alternativ trainieren und vor allem auf dem Rad und beim Lauf so viel wie möglich machen.
Nach einem solchen Ereignis direkt zum Jahresbeginn gilt der Leitspruch: Es kann nur besser werden und das wird es! ;-)

Liebe Grüße,
Dennis

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